Dr. med. Matthias Beintker

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Beitrag vom 04.06.08

Im Sinne des Patienten

Am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ist ein Kontinenz-Zentrum etabliert worden. Interdisziplinär arbeiten hier die Frauenklinik, die Urologie sowie die Chirurgie zusammen. Ausgangspunkte der Überlegungen, eine solche Zusammenarbeit zu forcieren, gab es viele...

Dr. med. Joachim Rupprecht, Dr. med. Sabine Schnohr und Dr. med. Matthias Beintker vor dem Eingangsbereich der Klinik (v.l.n.r.)

Da ist zum Beispiel der Kostenfaktor: Die Gesamtkosten der Inkontinenz belaufen sich in einem Jahr allein in Deutschland auf rund sechs Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Kosten der Anschaffung von Einlagen etwa eine Milliarde Euro, die von den Patienten weitestgehend allein zu tragen sind, erläutert der Chefarzt der Urologischen Klinik, Dr. med. Matthias Beintker.

Mit einer komplexen Betreuung der Patienten im Südharz-Krankenhaus können diese Kosten für die von Inkontinenz betroffenen Frauen und Männer erheblich reduziert werden. Natürlich weiß auch die Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Frauenheilkunde, Dr. med. Sabine Schnohr, daß die Inkontinenz nicht gänzlich heilbar ist. Die Therapie gibt es nicht, deshalb ist es wichtig, die Patienten umfassend zu therapieren und zu betreuen. Dazu arbeiten wir hier im Krankenhaus Hand in Hand. Bei uns wird die interdisziplinäre Arbeit tatsächlich gelebt, beschreibt die Chefärztin die Zusammenarbeit.

Die ist zum Beispiel vor und nach großen Operationen notwendig, wenn ein Tumor entfernt wurde. Da beginnt die Zusammenarbeit bereits vor dem operativen Eingriff, also mit der Diagnostik, unter anderen mit der Messung des Drucks im Schließmuskel. Die gemeinschaftliche Betreuung schließt aber auch die Beratung, das Gespräch mit den betroffenen Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt mit ein. Nicht umsonst besitzt das Südharz-Krankenhaus den Status einer offiziellen Beratungsstelle der Deutschen Kontinenzgesellschaft.

Der Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Joachim Rupprecht, weiß um die unangenehme Situation für Patienten, die unter der Inkontinenz leiden. Gerade deshalb ist es eben auch wichtig, daß sich die uns anvertrauten Frauen und Männer auf kurze Wege und kurze Zeiten zwischen den Behandlungen verlassen können. Was letztlich die Qualität der Arbeit an unserem Hause auch ausmacht, das ist die Tatsache, daß hier Chefärzte mit einer entsprechenden Ausbildung und Erfahrung tätig sind.

Die Heilungschancen der Inkontinenz liegen derzeit bei maximal 90 Prozent. Um dieses theoretische Maß zu erreichen bedarf es einer langen, vertrauensvollen und intensiven Zusammenarbeit zwischen Arzt, Physiotherapeut und Patient. In einer Klinik von der Größe des Südharz-Krankenhauses sind dafür die besten Voraussetzungen gegeben.

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