Dr. med. Matthias Beintker

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Beitrag vom 04.10.07

10 Jahre erfolgreiche Arbeit

Das Tumorzentrum am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Einst vom Dachverband nicht anerkannt, arbeitet es jetzt als zertifiziertes Tumorzentrum. Zehn Jahre Arbeit, das bedeutet...

Katrin Fernschild an ihrem Arbeitsplatz im Tumorzentrum

...konsequente Absicherung der Arbeitsqualität, das Sammeln von Daten, die Registrierung der Tumorerkrankungen und eine ständig verbesserte Kontrolle der Therapie.

Mit dem Nordhäuser Tumorzentrum arbeiten inzwischen sechs Krankenhäuser der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und des Kyffhäuserkreises zusammen. Sie alle melden die relevanten Daten nach Nordhausen, wo inzwischen eine riesige Datenbank aufgebaut wurde, in der mittlerweile 14.100 Tumorerkrankungen erfasst sind.

Die Gründung des Tumorzentrum Südharz e.V. erfolgte 1997, als in Thüringen nach sieben Jahren Pause mit der Krebsregistrierung wieder begonnen wurde. Für den Chefarzt der Urologischen Klinik, Dr. med. Matthias Beintker, der zugleich als Vorsitzender des Tumorzentrums und der Thüringischen Krebsgesellschaft fungiert, ist die Arbeit des Zentrums enorm wichtig. kann doch so sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte in den angeschlossenen Krankenhäusern wertvolle Arbeit geleistet werden.

Zum Verein, der ehrenamtlich arbeitet, gehört auch eine Geschäftsstelle am Südharz-Krankenhaus. Hier hält Koordinatorin Katrin Fernschild die Fäden in der Hand. Unter anderem ist sie für das klinische Krebsregister zuständig, sie stellt aber auch die Verbindung mit dem bundesweiten epidemiologischen Register her.

Die Ergebnisse der Arbeit des klinischen Krebsregisters sind vielfältiger Natur. Sie wirken sich in mehrfacher Weise auf die Therapie für den Patienten aus. So können unter anderem die gesammelten Daten an jeden behandelnden Arzt weitergeleitet werden. Auch ist eine so genante Erinnerungsfunktion für Patienten integriert.

Eine weitere Säule des Tumorzentrums ist die psychosoziale Betreuung der Patienten, für die Sozialarbeiterin Gisela Jopke zuständig ist. Frau Jopke hat im Jahr zwischen 1.000 und 1.200 Patientenkontakte. Die Themen ihrer Beratung reichen von der Klärung der wirtschaftlichen Absicherung der Erkrankten, der Beratung und Vermittlung in Selbsthilfegruppen über die intensive Beratung in persönlichen Problemsituationen, bis hin zur Einleitung von Reha-Maßnahmen, der Beantragung der eventuellen Berufsunfähigkeit und der Betreuung der Patienten bei Widerspruchsverfahren. Die psychosoziale Betreuungsstelle ist über 03631/412287 zu erreichen.

Das Tumorzentrum arbeiten aktuell sowohl mit dem Brustzentrum des Südharz-Krankenhauses, als auch mit dem Darmzentrum des Eichsfeld-Klinikums Reifenstein zusammen. Weitere Zentren sollen in den kommenden Monaten hinzu kommen. Mittelfristig soll in Thüringen die Zusammenarbeit bei Aufbau einer zentralen Tumordatenbank forciert werden. Dort könnten dann die Daten aller Tumorzentren zusammengeführt werden.

Vielfältig und notwendig zugleich ist auch die Öffentlichkeitsarbeit des Tumorzentrums. Ob der Darmkrebstag in Nordhausen oder Krebskongresse ? hier werden den interessierten Frauen und Männern vielfältige Informationen angeboten, in deren Mittelpunkt die Prävention, die Vorsorgeuntersuchung steht. Weiterhin wurden verschiedenste Publikationen erarbeitet.

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