Dr. med. Matthias Beintker

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Beitrag vom 29.05.09

70 krebserzeugende Substanzen

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Dr. Matthias Beintker schickte der nnz-Redaktion einen Appell des Kuratoriums der Thüringer Krebsgesellschaft. Dr. Beintker gehört dem Kuratorium an.

Anlässlich des Weltnichtrauchertages greift das neu gegründete Kuratorium unter der Schirmherrschaft von Katharina Althaus gemäß dem Motto der Thüringischen Krebsgesellschaft Gemeinsam gegen Krebs das Thema des Weltnichtrauchertages auf und appelliert an die Bevölkerung, diesen Tag zu nutzen für den Beginn einer Karriere als Nichtraucher.

Eine der wichtigsten Ursachen für die Krebsentstehung ist der Tabakkonsum. Obwohl Zigaretten Abhängigkeit, Gesundheitsschäden und vorzeitige Todesfälle verursachen, ist das Rauchen in Deutschland noch immer weit verbreitet. Derzeit rauchen etwa 43% der erwachsenen Männer und 30% der erwachsenen Frauen. Die Einstiegsquote bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren liegt derzeit bei 17,5 %.

Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind gut untersucht.
Krebserkrankungen der Lunge, der Mundhöhle, des Kehlkopfes und der Bronchien entstehen bis zu 90 % durch Rauchen. Allein Lungenkrebs machte bei Männern mit ca. 26% (2004) den höchsten Anteil bei Krebstodesfällen aus. Auch bei Frauen steigen insbesondere in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Lungenkrebsfälle an.

Doch nicht nur das aktive Rauchen, sondern auch das Passivrauchen stellt einen entscheidenden Risikofaktor für eine Reihe von Krankheiten dar. Wer Tabakrauch z.B. bei der Arbeit oder zuhause ausgesetzt ist, hat ein um 20-30% erhöhtes Risiko für Lungenkrebs.

Mindestens 250 der über 4.800 Substanzen, die der Tabakrauch enthält sind giftig ? allein 70 davon werden als krebserzeugend eingestuft. Deshalb unterstützen die Thüringische Krebsgesellschaft und deren Kuratorium nachdrücklich den Schutz der Nichtraucher in öffentlichen Bereichen.

Es gibt viele Gründe neben dem Senken des Erkrankungsrisikos für verschiedene Krebsarten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem Rauchen aufzuhören - so die Verbesserung der körperlichen Fitness, des persönlichen Erscheinungsbildes, der Kontrolle über das eigene Leben ohne Opfer seiner Sucht zu sein und nicht zuletzt eine Geldersparnis.

Das 9-köpfige Kuratorium, dem Persönlichkeiten aus Gesundheitswesen, Medien, Politik, Unternehmen und Sport angehören, hat sich zur Aufgabe gestellt, die Anliegen und Ziele der Thüringischen Krebsgesellschaft der Öffentlichkeit bekannt zu machen und für deren Umsetzung zu werben.


Dr. Matthias Beintker, Nordhausen

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