Dr. med. Matthias Beintker

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Grünes Licht für die Prostata

GreenLight HPS Lasertherapie.
Eine schonende Behandlungsmethode bei gutartig vergrößerter Prostata.

Das Südharzkrankenhaus bietet jetzt  Patienten mit einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) diese neue minimal-invasive Behandlungsmöglichkeit an.

Die  urorologische Klinik am Südharzkrankenhaus ist nicht nur die drittgrößte Fachklinik ihrer Art in Thüringen sondern verfügt auch über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten. Das neue Laser-Verfahren wird nur noch in einer weiteren Thüringer Klinik eingesetzt, obwohl weltweit schon 250 000 Patienten damit behandelt worden sind und es kein experimentelles sondern ein Routineverfahren geworden ist.

Vor dem Einsatz stand eine längere Spezialausbildung, die ich in Würzburg absolviert habe. Danach waren  Spezialisten aus Würzburg, Dr. Schiefelbein und Paul Hartley aus London jeweils für einen Tag in Nordhausen, um die Einführung zu begleiten. Diesen Kollegen gilt mein besonderer Dank.

Nächtlicher Harndrang, ein schwächerer Harnstrahl und vermehrte Harnwegsinfektionen sind nur einige Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen können. In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren unter einer Prostataerkrankung. Bei den meisten Erkrankungen handelt es sich um eine nicht lebensbedrohliche Form, die benigne (gutartige) Prostata-Hyperplasie - von Medizinern kurz BPH genannt. Studien belegen, dass insgesamt mehr als vier Millionen Männer in Deutschland an BPH leiden. Das die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren anhaltend gestiegen ist, hängt sowohl mit der Altersentwicklung der Gesellschaft aber auch nicht unwesentlich mit unserer heutigen Lebensweise zusammen. Zu wenig Bewegung im Zusammenspiel mit einseitiger, fettreicher Ernährung bewirkt die Aufnahme von zuviel Cholesterin. Die Folgen davon können in direktem Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung stehen.

Die Prostata

Die Prostata gehört zu den wichtigsten männlichen Geschlechtsorganen. Ihre normale Größe und Form  entspricht der einer Kastanie. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre, in welche auch die Samenleiter des Mannes münden. Die Prostata besteht aus einer Vielzahl von Drüsen und Ausführungsgängen in die Harnröhre. In der Prostata wird ein Sekret produziert, das Bestandteil der Samenflüssigkeit ist. Bei der Ejakulation wird dieses Sekret mittels der Muskulatur durch die Ausführungsgänge in die Harnröhre verbracht, wo es sich mit den Spermien vermischt. Das Sekret dient den Spermien als Transportmittel.

Zu den häufigsten Symptomen bei einer BPH zählen das Bedürfnis häufig Wasserlassen zu müssen und das Gefühl, dass sich die Blase nicht richtig entleert sowie plötzlich und unkontrollierter Harndrang. Je früher ein Urologe aufgesucht wird, desto höher ist die Chance einer erfolgreichen Behandlung.

Diagnose BPH - was nun?
Nach der Diagnose BPH gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, aus denen der Urologe, die individuell sinnvollste empfehlen wird. Diese erstrecken sich von frei verkäuflichen, pflanzlichen Arzneimitteln über verschreibungspflichtige, chemisch-synthetische Medikamente bis hin zum relativ risikobehafteten chirurgischen Verfahren, der sogenannten TURP. Bei diesem klassischen endoskopischen Verfahren, der transurethralen Resektion der Prostata (TURP), wird das Drüsengewebe der Prostata durch die Harnröhre mit einer Drahtschlinge  und  elektrischem Schneidestrom herausgehobelt. Im Vergleich zur minimal-invasiven LASER-VAPORISATION ist ein längerer stationärer Aufenthalt für diesen invasiven Eingriff erforderlich. Die TURP birgt dazu ein erhöhtes Blutungsrisiko.

Die schonende Behandlungsalternative.
Die schonende alternative Behandlung zur TURP - die GreenLight HPS Lasertherapie - wird von den erfahrenen Urologen des (Name des Krankenhauses) angeboten. Die GreenLight HPS Lasertherapie ist ein modernes, unblutiges, minimal-invasives Verfahren zur Behandlung der BPH. Das Verfahren verwendet Laserenergie zur Entfernung von vergrößertem Prostatagewebe. Bei dem Eingriff wird eine Laserfaser mittels eines endoskospischen Systems durch die Harnröhre an das Prostatagewebe gebracht. Dort wird die Laserenergie abgegeben und das überschüssige Prostatagewebe wird praktisch unblutig verdampft bzw. vaporisiert. Ganz besonders geeignet ist die GreenLight HPS Lasertherapie aus diesem Grund für Risiko -Patientengruppen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen oder für die eine lange Narkose aus gesundheitlichen Gründen nicht vertretbar wäre.

Der besondere Vorteil des grünes Lichts

Im Gegensatz zu anderen Laserverfahren, die zur Behandlung der BPH eingesetzt werden, bietet der GreenLight HPS Laser den einzigartigen Vorteil seiner speziellen Wellenlänge von 532 nm, die sichtbares grünes Licht erzeugt. Dieses -Grünlicht- nimmt den roten Blutfarbstoff auf, sodass die Operation nahezu unblutig erfolgen kann. Aus diesem Grund können auch Patienten, die Antikoagulantien einnehmen oder zu anderen Risikogruppen gehören, für die ein klassischer invasiver Eingriff kontraindiziert ist, mit dieser Therapie erfolgreich behandelt werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber der TURP ist das verminderte Risiko von Nebenwirkungen im Bereich der Inkontinenz und Impotenz sowie der allgemeinen Risiken, die ein invasiver Eingriff birgt.

Die Ärzte und Schwestern der urologischen Klinik, der urologischen Endoskopie und des Operationssaales haben im vergangenen Jahr rund 2 500 Patienten behandelt, das waren 600 mehr als 2006. Diese Leistungssteigerung bei gleichem Personal konnte neben dem großen Fleiß und Engagement der Mitarbeiter nur durch  den Einsatz besserer Therapieverfahren realisiert werden. Ich möchte an dieser Stelle meinem Team recht herzlich danken. Letztlich mussten wir alle diese Steigerungszahlen verkraften und meine Mitarbeiter haben diese Herausforderungen mit Bravour gemeistert.